Wasserwirtschaft in der Region

Afriflora Sher ist sich bewusst, dass Wasser lebenswichtig ist, und natürlich besonders in einem Land wie Äthiopien. Als Rosenzüchter in diesem Land ist es daher eine Herausforderung, besonders sparsam mit Wasser umzugehen. Und dafür zu sorgen, dass es nicht auf Kosten der Bevölkerung geht. Aufgrund des relativ „nassen“ Klimas war Ziway der richtige Standort für Afriflora Sher.

In dieser Region regnet es regelmässig und es gibt keinen Wassermangel

Afriflora Sher fühlt sich mitverantwortlich für die Umwelt in der Region, in der das Unternehmen tätig ist: So hat der Rosenzüchter mit seinem Partner IDH ein Projekt zur Erosionsbekämpfung gestartet. Gemeinsam mit anderen Parteien möchten sie Bäume pflanzen, da bei viel Regen sehr viel Wasser vorhanden ist. Durch den Klimawandel entstehen jetzt extreme Wetterphänomene. Wenn keine Bäume und/oder Pflanzen gepflanzt werden, kommt es in der Umgebung zu Absenkungen und Erosion. Afriflora Sher setzt sich proaktiv für die Lösung dieses Problems ein.

Innovative Wasserwirtschaft durch Wetlands

Darüber hinaus setzt Afriflora Sher ein einzigartiges Wassersystem ein, das speziell für die Wiederverwendung von Wasser entwickelt wurde. So wird eine besonders sparsame Verwendung von Wasser gewährleistet. Diese sogenannten Wetlands wurden von WUR (Wageningen University en Research) entworfen. Durch die Wetlands wird Schmutzwasser aufbereitet, das danach zum Gießen der Rosen wiederverwendet wird. Die Wetlands werden durch die Arbeitnehmer unterhalten.

Wasseraufbereitung

Afriflora Sher sorgt dafür, dass das gesamte Wasser, das das Unternehmen verwendet, aufgefangen wird, wie zum Beispiel Drainagewasser, Restwasser aus Bewässerungsanlagen, Eimern, Einpackhallen, Toiletten usw. In der Mitte der Gewächshäuser wurden Filter angelegt, die Teil eines natürlichen Systems sind. Die Filter sind mit Kohlenstoff gefüllt, auf dem verschiedene Schilfpflanzen wachsen. Schilf ist ein natürlicher Filter. Diese Pflanzen kommen aus der örtlichen Umgebung, sie sind zum Beispiel um den See herum zu finden.

Die Wurzeln dieser Pflanzen filtern das Wasser. Dieses Wasser wird danach in einen Behälter mit Fischen gepumpt. Dass die Fische am Leben bleiben, beweist, dass das Wasser sauber ist. Wenn das Wasser Chemikalien enthalten würde, würden sie nicht am Leben bleiben. Durch dieses geschlossene System von Afriflora Sher wird kein Abwasser in die Umgebung abgegeben. So wird sorgfältig zu einer sauberen Umwelt beigetragen.

  

Minimaler Wasserverbrauch durch Tröpfchenbewässerung

Nur einen Steinwurf von Ziway entfernt liegt der Ort Adami Tulu, wo die neuesten Gewächshäuser von Afriflora Sher stehen. In diesen Gewächshäusern werden die Rosenstecklinge einfach in den vorhandenen Boden gepflanzt.  Dieser Boden wird feucht gehalten, sodass Beete mit Pfaden angelegt werden können. So können die Mitarbeiter bequem an den Rosen entlanglaufen. Mitten über jedes Beet verläuft die Tropfbewässerungsleitung.

Bei der Tropfbewässerungsleitung handelt es sich um einen Gummischlauch, der im Gewächshaus von vorne nach hinten verlegt ist. Dieser Schlauch ist an das Gesamtbewässerungssystem angeschlossen. Die Rosen werden so tropfenweise bewässert: drip irrigation. Auf diese Weise wird Wasser sparsamer und effizienter verwendet.

Durch den sparsamen einsatz von Wasser und die wiederverwendung wird nur eine minimale Wassermenge verbraucht.

Die traditionellsten Rosenzüchter setzen die „Flood irrigation“ ein. Bei dieser Technik wird viel mehr Wasser verbraucht und verschwendet.

Der Unterschied beim Wasserverbrauch zwischen traditionellen Anbauern und Afriflora Sher ist schwer zu beziffern. Es ist nicht bekannt, wie viel Wasser andere Züchter genau verbrauchen. Dann müsste man Rosen mit Rosen vergleichen.

Wasserwirtschaft von Afriflora Sher als Vorbild für andere Züchter

Mit seinem geschlossenen System und den Wetlands für die Filterung von Wasser ist Afriflora Sher für andere Rosenzüchter in der Region von Ziway ein Vorbild. Einige Rosenzüchter wollen sich jetzt ein Beispiel an Afriflora Sher nehmen und prüfen auch den Einsatz von Wasseraufbereitungsanlagen. Auf diese Weise werden in der gesamten Region auf dem Gebiet der Wasserwirtschaft Fortschritte gemacht.

 

Zurück nach Home